Ich werde alt…
Frau Wirbelwind hat zu Weihnachten einen City-Roller bekommen. So einen mit 205er Rollen. Den muss sie ja nun jetzt ausgiebig testen. Bei mir verstaubt seit Jahren so ein Kickboard. Mal günstig aus einer Laune heraus beim Kollegen erstanden und kaum benutzt.
Heute wollte Frau Wirbelwind also unbedingt eine Roller-Runde drehen. Wir beide also mit den Dinger raus. Während sie locker fluffig mit dem Roller durch die bergige Gegend ist, habe ich mich angestellt wie der letzte Depp. So’n Kickboard steuert man ja mehr mit Gewichtsverlagerung. Im Gegensatz zum handelsüblichen Rolller. Ich kenne das ja eigentlich, ich hatte ja schon mal ein Skateboard unter den Füßen. Vor 30 Jahren oder so. Da hatte man keine Angst vor Schmerzen.
45 Minuten Tour mit der Lütten. Bergauf, Bergab. Über gepflasterte Wege (man ist ja Vorbild). Mir schmerzen die Knochen. Und wie ungeschickt ich mich angestellt habe. Vor 30 Jahren noch die übelsten Stunts hingelegt, heute rumgeeiert wie Opa mit seinem Rollator.
Mal schauen, was morgen die alten morschen Knochen und die untrainierten Muskeln sagen.
Es hat aber trotzdem Spass gemacht.
Totholz? eBook? Nach einem Test: Beides!
Ich bin ja in gewissen Sachen doch ziemlich konservativ. Bei Büchern zum Beispiel. Bis gestern hatte ich keinerlei Interesse an eBooks oder zum Beispiel dem Kindle. Nun ja, aus dem einfachen Grund, da ich immer noch lieber mit einem richtigen Buch auf dem Klo sitze, als mit irgendeinem Device (ja, ich twittere nicht beim kacken). Und in der Badewanne (okay, den Genuß hatte ich schon länger nicht mehr) wäre meine Sorge zu groß, dass ich das Ding ins Wasser fallen lasse. Oder es sonst wie geschädigt wird.
Nun schmeißt Amazon ja momentan gratis eBooks in die Runde, was für mich alten Skeptiker dann doch mal die Gelegenheit war, eBooks mit der Kindle-App für das iPhone zu testen.
Gesagt getan und auch mit dem heutigen Gratis-eBook Linksaufsteher: Ein Montagsroman
ausprobiert, ob ich mich für eBooks überhaupt begeistern kann.
Ja, ich kann. Die Kindle-App bringt natürlich rudimentäre Funktionen mit, Helligkeit, Schriftgröße, Hintergrundfarbe etc. Reicht aber aus. Vollkommen. Für einen ersten Vorgeschmack. Das Buch von Matthias Sachau ist nun nicht gerade höchste Literatur-Kunst, aber angenehm unterhaltsam für einen Nachmittag auf dem Sofa. Ich muss sagen, ich war angenehm überrascht, wie gut es sich auf dem kleinen Display des iPhone lesen lässt. Fullscreen, nichts lenkt ab, das „blättern“ geht flüssig von statten und schließt man den Reader, so findet man sich nach dem Neustart gleich wieder an der Stelle an der man aufgehört hat.
Das Lesen an sich ist sehr angenehm, und ich muss gestehen, das ich den Eindruck hatte, das meine Augen weniger schnell ermüden als bei einem richtigen Buch. Und vor allem kann man auf dem Sofa so ziemlich jede Liege- oder Sitzposition einnehmen ohne das man eine ungemütliche Buchhalte-Position hat.
Hier gewinnt das eBook bei mir deutlich.
Was mir aufgefallen ist, das der Kauf eines eBook ja mal eine ziemlich geniale und bequeme Sache ist. Kaum gekauft, wird es mittels des Amazon Whispernet auf dem gewünschten Device bereit gestellt und geladen, sobald man die App öffnet. Und ratzfatz ist das Buch auf dem iPhone. Wie die ganze Technik drumherum funktioniert, interessiert mich erst mal gar nicht. Ob das Buch nun tatsächlich auf dem iPhone liegt oder irgendwo in der Cloud ist mir ehrlich gesagt scheißegal. Es ist einfach nur irre, wie schnell man das Buch zur Verfügung hat. Da kommt weder der Prime-Versand noch der Vor-Ort-Besuch des lokalen Dealers gegen an (da müsste ich ja noch vor die Tür). Auch das ist ein Pluspunkt für das eBook.
Der Platzspareffekt ist natürlich gravierend und für mich letztendlich auch ein Argument. In meiner kleinen Hütte ist wenig Platz. Allerdings lese ich zu gerne und muss mich immer wieder schweren Herzens von Büchern trennen um Platz für neue zu schaffen. Das tut schon ein wenig in der Seele weh.
Ja, ohne Frage, nach nur einem eBook mit der Kindle-App auf dem iPhone ist klar: Der die das Kindle (sucht euch doch den passenden Artikel aus) kommt auf die Amazon-Wishlist.
Trotzdem, es gibt immer noch Bereiche in denen ich Totholz-Bücher weiter bevorzugen werde. Zum einen auf dem Klo (ich mache das seit gefühlt 34 Jahren so), in der Badewanne (wenn ich denn ein- zweimal im Jahr in den Genuss komme) und am Strand/Freibad. So bequem es im Urlaub sein mag, nur ein Gerät mit x-Büchern mit zu nehmen, so ungern würde ich einen eBook-Reader mit an den Strand oder in das Freibad mitnehmen. Dann hätte ich wahrscheinlich sehr schnell zwei davon.
Ich alter Skeptiker und Konservativer was Bücher betrifft bin positiv überrascht worden und revidiere meine Meinung von „eBooks kommen mir nicht ins Haus“ zu „Verdammt, ich will einen Kindle haben!“
Das einzige was mich ärgert ist der Umstand, dass die eBooks genau so teuer sind, wie ihre Totholz-Ausgaben. Ich meine, mit welcher Berechtigung kostet Collector: Roman von Markus Heitz als Totholz-Ausgabe 9,99 € und als eBook
11,99 € ? Das will mir nicht so recht in den Kopf. Es fallen keine Druckkosten an, keine Lieferkosten etc pp. Wie rechtfertigt sich das? Kann mir das bitte mal jemand plausibel erklären?
Beamte sind gar nicht faul*
Man sagt Beamten ja nach, dass sie faul seien. Alles böse Gerüchte. Nur, das glaubt mir ja auch wieder keiner. Deswegen möchte ich Euch gerne mal einen Einblick in den Alltag eines Beamten geben, kennte ja kaum einer.
06:30
Der Wecker klingelt und wird mürrisch auf Snooze gesetzt. Die blöde Sau.
6:40
Der Wecker klingelt. Ist ja gut, ich stehe ja schon auf. Aufstehen. Duschen, rasieren spare ich mir heute mal. Frühstück mit Kaffee und Feedreader lesen (die alten Säcke lesen noch Totholz). Zähne putzen und los.
7:10
Wo habe ich gestern das Auto geparkt? Ach ja. Na toll. kratzen ist angesagt. Motor und Heizung an und gekratzt. 5 Minuten später endlich los.
7:35
Am Büro angekommen. Jetzt wieder versuchen durch die verdammte Sicherheitsschleuse zu kommen. *pieppieppiep* Oh Mann, schon wieder falsch gestanden. Fünf Versuche später „Du Scheißteil, wenn ich jetzt nicht reinkomme, gehe ich wieder nach Hause!“ Diesmal klappt es. Ich hätte die Schnauze halten sollen und hätte einen freien Tag gehabt.
7:40
Beide Rechner hochfahren und erst mal einen Kaffee kochen. Maileingang prüfen. Nach Ganz Wichtig, Wichtig und Kann Warten sortieren. Grundsätzlich landet alles in der dritten Kategorie.
08:00
Uff, geschafft. Jetzt aber erst mal noch einen Kaffee. Nach so viel Arbeit ist erst mal eine Pause angesagt. Jetzt mal langsam das Vorgangssystem starten.
08:15
Das Vorgangssystem läuft nun endlich. Jetzt ist aber erst mal Zeit für das erste Frühstück. Energie ist ja wichtig, so für’s Gehirn und so. Man muss ja konzentriert sein bei der Arbeit.
8:40
Ersten Anruf des Tages an eine andere Fachabteilung abgewimmelt. Keine Ahnung ob die überhaupt zuständig sind. Egal. Ich muss mir ja hier schließlich einen Vorgang durchlesen und habe keine Zeit noch zu recherchieren, wer zuständig ist. Bin ich die Auskunft, oder was?
09:00
Mit Kollegen über Hauskauf geredet und ein wenig aus den eigenen Erfahrungen berichtet. Dabei Kaffee getrunken. Danach einen Vorgang abgeschlossen. Schuld des Anwenders beschlossen. Und dafür wieder 10 Minuten Lebenszeit verschwendet. Können die nicht ordentlich arbeiten? Würde mir Arbeit ersparen.
10:00
Verdammt, beinahe das zweite Frühstück vergessen. Dabei drei weiteren Anrufern erklärt, dass das Problem, welches sie schildern durch sie selbst verursacht wurde. Hauptsache man verwendet möglichst viele Fachbegriffe, dann passt das.
10:30
Zum Kollegen ins Nebenbüro, eine Umlaufmappe holen und einen kurzen Klönschnack halten.
10:45
In einer Stunde ist ja schon Mittag. Die Zeit rennt, da kommst ja zu nichts. Vor allem diese Anrufer immer, die einen aus der Arbeit rausreissen. Trotzdem den Vorgang fertig bekommen, sprich, an eine andere Abteilung delegiert und Antragsteller eine Abgabemitteilung geschrieben. Nicht, dass der noch hier bei mir nachfragt.
11:45
Mittagspause. Halbe Stunde Spaziergang mit den Kollegen durch das nahegelegene Villenviertel. Wieder zurück im Büro schnell was zu Essen in die Mikrowelle werfen und was essen.
12:45
Mittagspause schon wieder vorbei. Wie soll man sich denn da erholen in der kurzen Zeit? Nun gut, mal wieder nach Mails gucken. Schon wieder drei neue. Meinen die alle, ich hätte nichts anderes zu tun, als mich um ihre Mails zu kümmern? Vor allem die Fragen, wann den der Vorgang erledigt sei? Ja, ich melde mich schon, wenn der fertig ist. Schneller geht das mit den ewigen Nachfragen auch nicht. Im Gegenteil, müsste ich die nicht lesen, könnte ich mich ja kümmern.
13:30
Kaffee und Besprechung. Kurz dienstliches besprochen, dann eine Stunde über Jahresausflug diskutieren, wir sollen den ja für nächstes Jahr planen.
14:45
Toll, wegen Besprechung die Kaffeepause verpasst. Jetzt noch schnell nachholen.
Danach neue Vorgänge im Vorgangssystem sichten und nach Wichtigkeit sortieren und auf die Kollegen verteilen. Drei direkt ablehnen wegen Nichtzuständigkeit. Zwei an andere Fachabteilung delegieren. Okay, die nutzen das Vorgangssystem nicht, sind aber als Organisationseinheit vorhanden. Was interessiert’s mich?
15:15
Mann, Mann, kommst vor lauter lauter ja zu nichts. Und dauernd das Telefon. Vor allem die Kollegen mit den Wasserstandsmeldungen a la „In Kolumbien ist ein Sack Kokain umgefallen!“ Ja, danke für’s Gespräch! Depp!
15:30
Wird Zeit langsam den Feierabend einzuläuten. Sprich noch einen Kaffee trinken und mit den Kollegen noch einige Dinge besprechen. So Dinge halt, wie’s bei den Kindern in der Schule läuft und so.
15:45
Ach ja, Mails. Noch schnell gucken, prophylaktisch mal ein paar beantworten, das die Anfragen in Arbeit sind. Danach auf Laufwerk P verschieben.
16:15
Jetzt wird’s aber Zeit. Überstunden zahlt einem ja keiner. Rechner runterfahren, Kram zusammen packen und dann mal schnell los.
16:25
Noch die 20 Sekunden warten, bis die Stechuhr auf die nächste Minute springt und ab ins Auto.
16:45
Zuhause. Mann, das wieder ein Tag. Wieder zu nichts gekommen, weil ständig was war. Hier ein Anruf, da eine Mail, dort eine Besprechung. Und da sag noch mal einer Beamte wären faul.
*
Kann Spuren von Satire und Ironie enthalten
Ich hasse Einkaufen*
Kennt ihr das? Man macht mal extra pünktlich Feierabend (okay, das mache ich immer) um noch mal eben kurz beim Supermarkt zu halten? Weil, ist ja nachmittags, da ist ja nie viel los. Gestern war wieder so ein Tag.
Aber kaum fährt man auf den Parkplatz überlegt man kurz, ob man etwas verpasst hat? Weihnachten ist noch nicht, Ostern ist schon vorbei. Hat der kriegslüsterne Luxemburger Deutschland etwa den Krieg erklärt? Ist Schwarz-Gelb abgesetzt? Der Euro am Ende? Parkplatz-Suche gestaltet sich jedenfalls schwierig, aber ein paar Schrammen und Beulen später habe ich sogar einen. Ich hasse Einkaufen.
Natürlich hat man keinen Euro für einen der Einkaufswagen, die Tussi an der Info will aber auch keinen Schein wechseln “Ich darf die Kasse nur aufmachen, wenn ein Umtausch oder Pfandauszahlung ist”. Gnarf. Also noch mal Taschen durchwühlen und in der hinterletzten Ecke noch ein 20 Centiemen Stück finden. Das ist ja schon seit Jahren mein Backup gewesen, die kann man meist auch direkt wieder rausziehen und den Wagen stehen lassen, wenn’s zu lange an der Kasse dauert.
Einkaufswagen geholt und der Leopardenfell-Tussi mit dem Porsche auf dem Behindertenparkplatz wirklich ganz aus Versehen eine Schramme ins Auto gemacht, als ich dem SUV ausweichen musste, das die Einbahnstraße in verkehrter Richtung fuhr.
Endlich im Supermarkt, auf dem Weg schon zwei Rentner überrollt, die nicht schnell genug durch die Tür kamen. Warum gehen die immer nachmittags Einkaufen, wenn die arbeitende Bevölkerung Zeit hat? Das ist doch auch so ein Verschwörungsdings! Schlimmer als Rentner sind ja fast nur noch Mütter mit Kleinkindern. Jetzt stehe ich also im Supermarkt und orientiere mich. Ich brauche für den Männerabend zu dritt (der PC, der Fernseher und ich) Fleisch und Alkohol. Ist Euch das schon mal aufgefallen? Männerbedarf befindet sich immer am hinteren äußeren Ende des Supermarktes, so dass man Höllen wie die Gemüseabteilung immer durchqueren muss. Und natürlich sind Fleischtheke und Getränkeabteilung vollkommen diametral angeordnet. Das ist auch so eine Erfindung der Supermarkt-Industrie, um uns Männer mürbe zu machen. Genauso die Angewohnheit, das Sortiment wöchentlich umzuräumen (außer Fleisch und Bier). Ich hasse Einkaufen.
Also, auf in den Kampf gegen Rentner, Hausfrauen und Mütter mit Kindern im Kinderwagen. Rein in die Todesfalle Gemüseabteilung, schließlich wird Chili und Knoblauch benötigt. Warum lagern die das nicht bei den Grundnahrungsmitteln? Also dem Fleisch? Oder meinetwegen auch bei den Ketchupsorten. Ich schlängel’ mich also mit dem Einkaufswagen (bei dem natürlich ein Rad kaputt ist) durch die grüne Hölle, sammle das Gewünschte ein und reiche einem schreiendem Kleinkind, dass seinen Nuckel verloren hat, eine Jalapeno als Ersatz. Es wird vor Verlegenheit ganz rot und hat Tränen der Rührung in den Augen, als es anfängt dran zu saugen. Ja, ich kann auch ein netter Mensch sein. Trotzdem hasse ich Einkaufen.
Kaffee, stimmt, den brauche ich auch noch. Natürlich blockiert eine Hausfrau den kompletten Gang mit ihrem Einkaufswagen. Man könnte den ja auch bequem ans Regal schieben, wenn man das Sortiment begutachtet. Man könnte. Man kann aber auch den Wagen einfach rammen und zur Seite schieben. So wie ich, ich habe keine Zeit höflich zu fragen. Ist doch selber Schuld die Schnalle, wenn sie so in der Gegen rumparkt und keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen nimmt. Schnell zwei Packen Kaffeepads in den Wagen geschmissen und weiter. Ich hasse Einkaufen.
Dem jungen Mädchen, das mit ihrer Mutter einkaufen ist, aus purer Langeweile einen Schwangerschaftstest und Kondome in den Einkaufswagen gelegt. Schade, dass ich die Gesichter nicht mehr sehen kann. Nun aber weiter, im Gang stehen zwei Mütter mit Kinderwagen, groß wie SUVs und versperren komplett das Durchkommen. Ich warte geduldig 23,42 Sekunden, dann räuspere ich mich dezent. Nach weiteren 8,15 Sekunden schiebe ich die beiden Kinderwagen vorsichtig aus dem Gang raus. Da ich beide Hände am eigenen Einkaufswagen habe, erledige ich das mit einem dezenten Fußtritt. Kevin-Jerome wird sanft gebremst durch den Konservendosenstapel während Monique-Chantal auf das Weinregal zusteuert. Scheiße, das war so nicht geplant. Ich gebe meinem Einkaufswagen einen kräftigen Stoß, gerade noch rechtzeitig wirft er das SUV von Monique-Chantal (bzw. Moonieke-Dschanddaaalllee, wie ich durch ihre Mutter erfahre) aus der Bahn. Himmelarschundzwirn. Das war knapp. Ich hasse Einkaufen.
Nach dem ich beiden zeternden und nach Polizei rufenden Mütter beruhigt hatte “Die kommen gleich, die müssen erst eure Mudda bei KIK rausholen…”, habe ich meinen Einkaufswagen wieder aufgesammelt und drang langsam in Richtung Fleischtheke vor. Ich werde skeptisch, freie Fahrt? Keine Hindernisse? Keine Rentner, Blagen oder sonstige nervigen Erdmitbewohner die mir in den Weg springen? Das kann nicht sein. Vorsichtig pirsche ich den Hauptgang entlang, taste mich vorsichtig in die Kreuzungen mit den Quergängen vor. Da, ich höre doch ein asthmatischen Röcheln. Vorsichtig lasse ich einen herrenlos rumstehenden Einkaufswagen auf den Quergang zurollen. Und tatsächlich, kaum kommt dieser in den Kreuzungsbereich, kommt eine tattrige Oma mit Gehhilfe hervor und springt genau vor den Wagen. Und prompt kreischt sie mich an “Können sie nicht aufpassen, sie müssen mich doch gesehen haben, das haben sie absichtlich gemacht…. Arzt. Rechnung… zahlen sie. Polizei. Terrorist…” Ich verneine alles. Erstens ist das ja nicht mein Wagen und zweitens habe ich sie nicht gesehen, sondern gehört. Trotzdem bekomme ich Prügel mit einer Handtasche so groß wie Wiesbaden. Und so wie das wehtut, ist da bestimmt noch eine alte Weltkriegsbombe mit drin. Ich hasse Einkaufen.
Während die Oma nun den unschuldigen Besitzer des Einkaufswagens, vor den sie gesprungen ist, ankeift, trete ich den taktischen Rückzug an und schleiche mich im Zickzack durch den Supermarkt. Endlich an der Fleischtheke angekommen. 3 Schnitzel und noch ein Viertelpfund Tartar. Ich ernte verständnislose Blicke. Ungefähr so, wie Nadine the Brain. Nur wenig intelligenter. “3 Schnitzel, ein Viertelpfund Tartar” – “…” – “3 Schnitzel, das sind diese Fleischscheiben vom toten Schwein!” – “Ich weiß was Schnitzel sind!” – “Ja dann also bitte 3 große, danke!” – “Sonst noch was?” – “Ein Viertelpfund Tartar” – “…???” – “Tartar!” – “Ja, wie viel?” – “Viertelpfund!” – “?” – “125gr!!!” – “Sagen’se das doch gleich!” – “TILT!” Erwähnte ich es schon? Ich hasse Einkaufen!
Nach dem ich endlich das Gewünschte habe, kann ich mich nun endlich in die Getränkeabteilung vorarbeiten. Auf dem Weg dorthin komme ich an der Süßigkeiten-Abteilung, die mich langsam aber sicher wie ein Magnet anzieht. Ich entfliehe mit purer Willenskraft und komme vom Regen in die Traufe, sprich zu den Knabbersachen. Auch hier kämpfe ich mich tapfer durch und steuer’ beharrlich auf die Getränkeecke zu. Wer aufmerksam mitgelesen hat, der weiß, dass ich Knoblauch, Chili, zwei Packen Kaffeepads sowie Schnitzel und Tartar im Einkaufswagen habe. Etwas Anderes habe ich nicht in diesen, meinen Einkaufswagen gelegt. Nun befinden sich diverse Katjes- und Haribotüten sowie Knabberzeugs zusätzlich darin. Ich habe diese Dinge nicht in den Einkaufswagen gelegt. Bin verwirrt. Ich hasse Einkaufen.
Ohne weitere nennenswerten Zwischenfälle erreiche ich die Getränkeabteilung. Und es gibt tatsächlich auch ein brauchbares Bier im Angebot. Da kann ich ja auch gleich noch die Flasche Wein als Geburtstagsgeschenk mitnehmen. Ich beginne ein wenig an meinem Glück zu zweifeln… Irgendwas kommt da noch, ich bin mir vollkommen sicher.
Auf dem Weg zur Kasse verteile ich die heimlich in meinen Einkaufswagen gesprungenen Süßigkeiten und Knabbersachen wahllos auf irgendwelche Einkaufswagen. Erwäge in der Technik-Abteilung alle Fernseher auf Bibel-TV zu stellen, lasse es dann aber lieber bleiben. Für seelische Schäden der Mitarbeiter möchte ich nicht verantwortlich sein. An der Kasse angekommen (ich kann die Schnellkasse) hört mein Glück aber schon wieder auf. Eine Hausfrau und ein Rentner vor mir. Natürlich hat die Hausfrau ungefähr das doppelte als der “erlaubten” 10 Teile dabei. Und natürlich muss alles gleich ordentlich Stück für Stück in die Tasche, nach einem mir nicht durchschaubaren Prinzip. Mittlerweile wartet die Kassiererin seit zwei Minuten darauf, dass sie endlich Geld bekommt, aber die Tussi packt erst mal seelenruhig weiter ein. Da hätte ich dann ja auch gleich die normale Kasse nehmen können und wäre schon fertig. Endlich fängt sie an in ihrer Handtasche von der Größe des Saarlandes nach der Geldbörse zu suchen. Ich bin mittlerweile so verzweifelt, dass ich mir eines der 0,33l Fläschchen Vodka, die immer an der Kasse stehen, an den Hals setze und auf Ex trinke. Dabei fällt mir ein, dass ich seit dem Frühstück um 05:00 nichts weiter gegessen habe. Es ist jetzt 16:30! Ich hasse Einkaufen.
Endlich hat die Trulla den Weg frei geräumt und der Rentner ist an der Reihe. Ich ahne fürchterliches und nehme sicherheitshalber gleich die zweite Pulle Vodka. Und es kommt wie es kommt: “Wartense mal, junge Frau, ich hab’s bestimmt passen…” Aaaaargh… Meine Augen irrlichtern über die Flachmann-Reihe, ich brauche was stärkeres. Oder etwas das blöd macht im Kopp. Wilthener Goldkrone. Jawoll… rinn in’ Kopp! Mittlerweile ist Opa auch beim zählen seines Kupferkleingeldes angekommen. Und? Ihr ahnt es, oder? Es fehlt genau ein beschissener Cent an der vollen Summe. Bevor der alte Sack nun wieder anfängt alles Münze für Münze in sein Portemonaiee zu sortieren, schmeiße ich ein Cent-Stück zur Kassiererin und sage “Stimmt schon”. Selten einen so dankbaren Blick gesehen. Darauf einen Dujardin (die gibt’s hier nur in den 0,25 Fläschchen, was ein Scheiß). Endlich darf ich bezahlen. Angeschiggert wie ich bin, hau’ ich dreimal die falsche PIN ein und sperre dann direkt mal meine Karte. Wenigstens hatte ich ausreichend Geld dabei. Ich hasse Einkaufen.
Wenigstens ohne Polizeikontrolle zuhause angekommen. Dafür festgestellt, dass ich sämtliche Einkäufe im Einkaufswagen liegen gelassen habe.
Ich hasse Einkaufen.
*
Kann Spuren von Satire und Ironie enthalten.
Google+ just my 2 cents
Gehörte ich bei Facebook noch zu den Late-Adoptern, bin ich bei Google+ ein Early-Adopter. Für mich ein Grund, mal ein paar Gedanken zu Google+ zu verfassen.
Boah, nee, noch einer, der jetzt über Google+ schreibt, werden jetzt wieder viele denken. Stimmt schon, es haben schon etliche darüber geschrieben. So zum Beispiel t3n hier und hier, @uarrr hier oder eben auch Robert Basic und noch viele andere.
Keine Panik, ich schreibe hier nicht, wie die Alpha-Blogger-Twitterer. Ich betrachte es aus meiner ganz persönlichen Sicht. Google+ gefällt mir alleine schon wegen seiner aufgeräumten Seite. Wirkt auf mich ansprechender als Facebook.
Ich gehe nicht auf die einzelnen Features ein, das haben andere zu genüge getan. Nach dem ich mich ein wenig zurecht gefunden habe, habe ich auch schon die ersten einem Circle zu ordnen können. Das zum Beispiel finde ich klasse. Ich kann Leute in Kreise (aka der Gruppen bei Facebook). Aber im Gegensatz zu Facebook kann ich bestimmte Posts nur diesem Circle zukommen lassen. Habe ich also einen Circle „FC St. Pauli“ und will was über Pauli schreiben, wähle ich nur diesen Circle aus und auch nur die „Mitglieder“ sehen den Post. Alle anderen nicht. Halleluja. Jetzt kann ich einen Circle einrichten, der über meine schlechten Witze lacht und belästige den Rest der „Timeline“ nicht mehr.
In Sparks kann ich mir Informationen zu Themen holen, die mich interessieren. Da greift Google dann alle Informationen aus dem Netz zu dem Thema ab. So ein Feature hat Facebook nicht.
Cool finde ich auch Hangover: Videochat via Google+. Noch nicht ausprobiert. Will einer? Hat Facebook auch nicht.
Schön finde ich auch, das es keine Apps und Spiele gibt. Und hoffe das es so bleiben wird. Das sind Dinge, die mich bei Facebook extrem nerven. Da kommt man mit dem Blocken der Anwendungen gar nicht mehr hinterher. Und wer, wie ich, Facebook mit Tweetdeck verknüpft hat, bekommt dann die entsprechenden Meldungen dann doch auf den Schirm.
Klar, Google+ bietet ähnliche Features wie Facebook. Mit einigen Unterschieden. Ich kann Freundschaftsanfragen nicht ablehnen, aber einen User blocken. Google+ kann nur nutzen, wer einen Google-Account hat. Aber ansonsten kann ich kommentieren, Beiträge teilen etc. pp.
Ob Google+ eine Konkurrenz für Facebook ist? Ich weiß es nicht. Im Moment treiben sich dort erst einmal nur die Nerds und Geeks rum. Also alle online-affinen Menschen. Und nicht Kreti und Peti wie bei Facebook. Finde ich gut. Das wird sich aber wohl auch irgendwann mal ändern. Ich denke, Google+ hat Potential. Und ja, ich denke, die Nerds und Geeks werden Facebook den Rücken kehren.
Bei Facebook ist niemanden so richtig klar, was mit meinen Daten passiert. Bei Google auch nicht, aber irgendwie wirkt für mich Google+ vertrauenserweckender.
Der Facebook-Killer wird Google+ nicht werden, aber eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Das ist meine Meinung. Wenn meine Facebook-Freunde nach und nach zu Google+ abwandern (was ich hoffe), werde ich Facebook definitiv den Rücken kehren. Facebook habe ich letztlich nur, um dort einen Account zu haben. Pflege den Account wenig, lese die Posts des Tages kaum nach. Ich bin halt da. Mehr nicht. Google+ macht mich mehr an.
Zumal ich aus jeder Google-Anwendung zu Google+ wechseln kann.
Ein Manko ist für mich noch, dass es keine native iPhone-App gibt. Google+ mit dem iPhone über das Web-Interface nutzen ist ein pita. Okay, die Facebook-App ist auch extrem übel. Nutze es kaum und bin meist nur am MBP via Browser bei Facebook.
Mir gefällt Google+ extrem gut. Und ich glaube, je mehr es nutzen, um so besser wird es. Für mich. Ich mag die aufgeräumte Oberfläche, man findet sich relativ schnell zurecht und es macht doch Spaß.
Ich werde dort bleiben, sollte Google+ sich tatsächlich etablieren und nicht wie Buzz und Wave totlaufen. Aber daran glaube ich nicht. Und ist ein Großteil der Freunde bei Facebook, die auch bei Twitter oder mir wichtig sind, bei Google+ kick ich Facebook raus.
Taunussteiner Freibad
Ich habe den heutigen Tag genutzt, mal früh frei zu machen und mit Frau Wirbelwind das neue Taunussteiner Freibad zu testen. Pünktlich um 14:30 waren wir dort. Das Parkchaos ist immer noch das Gleiche wie früher.
An der Kasse standen wir dann auch noch eine ganze Weile, wobei nur zwei Familien vor uns waren. Mir kam der Verdacht auf, dass die Tickets noch handgeklöppelt werden. War dann aber doch nicht der Fall. Der Freizeitrentner kam nur nicht mit der Technik zurecht. 5,- Für mich, 2,50 für Merle. Das ist im erträglichen Rahmen.
Also fix ein halbwegs schattiges, freies Plätzchen gesucht. Dabei gleich mal die neuen und sauberen Umkleiden begutachtet. Daneben befinden sich direkt die Wertfächer, welche wir aber nicht genutzt haben. Decke ausgebreitet und dann gleich mal ab ins Nichtschwimmer -Becken. Laut Anzeige sollte das Wasser 25° haben. Allerdings empfanden Frau Wirbelwind und ich es „sooooo kalt“ (mal mit Daumen und Zeigefinger einen minimalen Abstand darstell).
Im Nichtschwimmerbecken gibt es Strahlduschen, ein rundes Abteil mittendrin, dessen Zweck sich mir noch nicht so ganz erschlossen hat sowie eine Wellenrutsche. Die mordsmässig schnell sein muss, denn ab der zweiten Welle macht man einen Riesensatz. Frau Wirbelwind hat dann dankend abgelehnt, die Rutsche auszutesten.
Am Babybecken hat sich nichts geändert, das Schwimmerbecken ist kleiner geworden, hat dafür Sprungtürme bekommen. War für uns heute aber nicht so relevant.
Wie es so ist, möchte man dann auch irgendwann mal ein Eis, so als Kind. Mir war es recht, wollte ich doch auch den Kaffee testen. Denn die Qualität einer Lokalität (nein, ich sage nicht Location) mache ich auch am dort feil gebotenen Kaffee fest. Mittlerweile haben sie zwei Büdchen nebeneinander. Eine mehr für den Erwerb fester Nahrung wie Pommes, Wurst, Pizza etc. und eine für Eis und Süßkram. Die Preise dort sind als sehr fair zu bezeichnen. Eine ordentliche Portion Pommes kostet z.B. nur 1,50. Nach 25 Minuten waren wir dann auch endlich an der Reihe. Ein Cornetto für 1,40 für die Lütte, ein Kaffee Crema für 1,50 für mich. Alles ingesamt sehr faire Preise. Softdrinks werden in 0,2 l Glasflaschen ausgegeben, für die 10 Cent Pfand verlangt wird. Nur frage ich mich, wer sich für die Rückgabe wieder 25 Minuten anstellt.
Das Wasser im Nichtschwimmer-Becken sowie im Schwimmer-Becken wird von allen Besuchern als zu kalt bewertet, während mir zwei äußerst attraktive Single-Mütter versicherten, im Babybecken wäre es über Pipi-warm.
Alles in allem fand Frau Wirbelwind das Freibad okay. Aber schlussendliches Fazit war, dass Freibad in Bad Schwalbach gefällt uns besser, zumal Merle dort auch die Rutsche nutzen kann und das Wasser wärmer empfunden wird.
Spielplatz Taunusstein-Hahn Obergrund
Diese Woche wurde der Spielplatz „Im Obergrund“ endlich wieder eröffnet, nach dem er dem Umbau der Freiwilligen Feuerwehr Hahn zum Opfer gefallen war.
Was bietet dieser Spielplatz? Einiges, denn es gibt einen Kletterparcours, eine Kletterwand, eine Tellerschaukel, eine Wasserspielecke und eine kleine, aber sauschnelle Rutsche.
Frau Wirbelwind und ich wollten heute morgen diesen Spielplatz, zwei Gehminuten von meiner Wohnung entfernt, testen. Ich rechnete mit einem menschenleeren Spielplatz. Aber um 9:30 war schon reichlich Betrieb dort. Leider war das Wasser noch nicht angestellt, so das wir die Wasserstrecke nicht testen konnten.
Aber der Kletterparcour hat es Frau Wirbelwind angetan. Hier gibt es verschiedene Klettermöglichkeiten. Bei einigen brauchte Frau W. noch meine helfende Hand bzw. war die Schrittweite für sie noch zu weit. Ein kleines Manko. Der Parcour ist für größere Kinder ausgelegt.
Die Kletterwand ist okay, aber Frau W. bemerkte: Die ist aber eher was für barfuß.
Der Sand ist super, aber das ist vielleicht nur eine Frage der Zeit. Die Tellerschaukel ist klasse, wurde von Frau W. aber wegen des Andrangs nicht getestet.
Heute Nachmittag waren wir noch einmal da. Und es war echt Betrieb dort. 20 Kinder waren es mit Sicheheit. Von 3 – 12.
Der Spielplatz im Obergrund ist meiner Meinung nach einer der besten in Taunusstein. Alleine der Kletterparcours bietet viele Reize. Und wenn dann erst einmal das Wasser da ist, ist die Wasserecke ein Traum für die Lütten (und ein Albtraum für die Eltern).
Sitzgelegenheiten für die Eltern sind, nun ja, vorhanden. Wenn man denn auf echte besteht. Ansonsten sind auch Baumstämme vorhanden, die man nutzen kann. Man muß halt flexibel sein.
Ein schöner Spielplatz. Frau Wirbelwind vergibt 4 von 5 möglichen Punkten. Selbiges gilt für mich. Von uns eine absolute Empfehlung.
Mobiltelefon-Stöckchen
@amujan hat mich mit einem Stöckchen bedacht und mich ziemlich kalt erwischt. Es geht um Mobiltelefone. Nun denn:
Was war dein ersten Mobiltelefon?
Das war 1995 ein Ericsson GH 172. Ein ziemlicher Knochen und konnte noch nicht so wirklich viel. Aber ich hatte keine Lust im Wohnheim über das Flurtelefon mit der Freundin zu telefonieren.
Wieviele Handys hattest seitdem?
ähm… lass mal überlegen: also das Ericsson, ein Siemens S10, drei Nokia, zwei Sony Ericsson, das iPhone.
Besitzt du schon ein Smartphone Baujahr 2010-2011 (Smartphone, iPhone, BlackBerry)?
Nein!
Wenn ja, welches System läuft auf deinem Handy (Android, iOS, Symbian, Win7…)
Auf dem iPhone 3G läuft iOS :-). Ja, ich weiß, am Thema vorbei. Setzen, 6!
Bist du zufrieden mit deinem Handy, oder gibt es etwas das dich daran stört?
Generell zufrieden. Es ist halt nicht mehr das Jüngste und neue iOS-Versionen werden nicht mehr unterstützt. Aber es tut seinen Dienst, so what?
Wofür benutzt Du dein Handy am meisten – telefonieren oder simsen?
Eher mobile Datendienste, Mail (SMS nutze ich vielleicht zwei-dreimal im Monat. Navigieren, Informieren (Feed-Reader etc), Twitter
Prepaid oder Vertrag?
Vertrag. Alle Mobiltelefone waren mit Vertrag.
Ich nutze mein Handy auch als:
FeedReader, iPod, Daddelkiste, Wecker, Notizbuch, Kalender, Adressbuch, Navi etc pp.
Hast du noch eines deiner alten Handys in der Schublade liegen und wenn ja welches?
Jepp. Das Siemens S10, das Sony Ericsson K750 und das Nokia 6210
Denkst du darüber nach, dir ein neues Handy zuzulegen?
Ja!
Wenn ja, hast du schon eines ins Auge gefasst (Marke, Modell)?
Das iPhone 4S oder iPhone 5 oder wie auch immer es heißen wird.
Und das Stöckchen werfe ich weiter an Curi0us und Jekylla. Viel Spaß.
So, werte #Parteien, liefert mir Gründe, warum ich gerade bei Euch Mitglied werden soll
So, werte Partei XY. Ich habe für mich beschlossen, politisch aktiver zu werden. Ich habe eine engere Auswahl. Logisch, ich habe mich (mehr oder weniger) mit Euch auseinander gesetzt. Aber warum seid genau IHR die richtigen? Für einen eher links eingestellten, verbeamteten, internetaffinen St. Pauli Fan, einen der auch innerhalb seines politischem Spektrums auch gerne mal den Advocatus Diaboli spielt? Der Spackeria und DigiGes einfach so mal interessant findet? Ich bin mit Public Enemy großgeworden. Bin somit leicht antiamerikanisch eingestellt. Bin eher pazifistisch angehaucht, liebe aber Killerspiele ohne Ende. Ich mag die Kostenlos-Kultur, bin aber bereit für Qualität zu zahlen. Bin Apple-User, Microsoft-Nutzer, Linux befürworte ich in der öffentlichen Verwaltung.
Deutschland halte ich weiterhin für ein Einwanderungsland, befürworte aber die Abschiebung Krimineller. Die EU ist eine tolle Idee, aber die massive Expansion halte ich für wahnsinnig. Ich mag den Euro nicht, werde ihn nicht mögen und je weniger EU-Staaten diese Währung einführen, desto glücklicher bin ich.
Ich bin Europäer, aber verarmten Staaten Steuergelder in den Arsch zu pusten halte ich für falsch. Europaweite Projekte zum Schutz der Natur finde ich hingegen toll. Genauso wie ich den Atomaustieg befürworte und auch ein Windrad im eigenen Garten okay fände.
Frauenförderung finde ich okay, Gleichberechtigung auch. Aber: Frauenbevorzugung, wie sie derzeit in Europa herrscht, finde ich zum kotzen. Bei gleicher Leistung darf eine Frau gerne vorgezogen werden. Aber sie darf nicht vorgezogen werden, WEIL sie eine Frau ist.
So, ich denke das reicht für Euch Parteien.
In weiteren Blogplosts werde ich Euch direkt ansprechen. Mit Verweis auf diesen Blogpost. Und die Partei mit den besten Argumenten gewinnt
Wieder mal was von @beardyman
Ja, ich mag Beardyman. Allein seine Performance mit Nathan „The Flutebox“ Lee ist schon scheiße geil.
Aber das Video hier rockt ja mal auch derbe:
