Wer, wo, was, weiß Obi nicht
Gestern zum Obi gefahren. Ich brauchte neue Spulen für den Rasentrimmer, ein Bosch Art 23 CombiTrimmer. Also mal schnell zum Obi. Tja, Pech. Da hängen die Spulen normal neben dem Gerät. Nur beim Bosch nicht. Fix mal einen Obi-Mitarbeiter gesucht und auch gefunden. Der guckte dann auch erst mal sparsam. Murmelte was von „Bosch liefert erst in zwei Wochen wieder…“ und verwies mich auf eine Reihe mit Lux Zubehör. Die wären kompatibel. Ich müsste nur in der Liste mal gucken. Gut dass ich wusste, was für einen Rasentrimmer ich habe. Schnell geguckt. Passende Rolle gefunden. Verglichen, ja, da steht auch Bosch Art 23 drauf. Rolle angeguckt. Die soll passen?
Wieder den Fraggle gerufen und gefragt, ob er meint, dass die passt, die wäre ja größer als die vom Bosch. Habe es ihm im Vergleich gezeigt. Nein, wenn das da drauf steht, dann passt das. Außerdem, der hätte ja die gleiche Zahnung, wie die Original-Spule. Skeptisch gezahlt, nach Hause. Passt, nicht!
Natürlich viel zu groß. Die Zahnung passte nicht, außerdem war das Loch etwas kleiner im Durchmesser. Also von wegen das passt. Ich mag ja kompetente Beratung.
Bevor ich aber wieder zum Obi zurückfahre und sinn- und erfolglose Diskussionen führe, das Messerband abgewickelt und auf die Original-Spule gewickelt.
Und ich weiß wieder, warum ich nur Originalzubehör kaufe.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Nach meinem Rant über die Postbank nun mal positive Nachrichten. Nachdem auch gestern keine PIN für die neue EC-Karte im Briefkasten war, habe ich heute morgen noch mal angerufen. Immerhin habe ich 8,-€ als Entschädigung erhalten. Das deckt in etwa die Telefonkosten.
Und Wunder was, heute Abend habe ich einen Brief mit der Pin im Briefkasten gefunden.
Fehlt ja nur noch der Aktivierungscode für die mobileTAN.
Aber immerhin bin ich wieder Zahlungsfähig. #ilike
Hab ich ‘n Hals auf die Postbank
Da stand ich neulich nachmittags in einer Filiale meiner Bank um Geld zu holen. Vorher noch geguckt, ja es ist genug vorhanden. Geld abheben? Denkste. Karte gesperrt. Ich Panik in den Augen. Ab nach Hause, online geguckt. Im Plus. Bin also keinem Trojaner aufgesessen.
Anruf bei der Bank. Jahaaa, man habe Anfang März neue EC-Karten verschickt. Ich habe aber weder eine Info erhalten, dass die Karten ausgetauscht werden, noch habe ich eine neue Karte oder PIN erhalten. Man versprach mir, eine neue Karte zu schicken. Das könne eine Woche dauern. Die PIN käme ein bis zwei Tage später.
Gut. Zeitgleich habe ich auf das neue mobileTAN Verfahren umgestellt. Dazu erhält man einen Besstätigungscode. Der nie angekommen ist. Mit Beantragung dieses mobileTAN wird aber auch gleichzeitig das alte PIN/TAN Verfahren abgeschaltet. Was bedeutet: Ich kann kein Geld online überweisen.
Das zeitgleich das alte Verfahren gesperrt wird, wird einem aber auch nicht mitgeteilt. Nur mal so am Rande.
Heute hatte ich zwei EC-Karten in der Post. Komisch. Also mal wieder angerufen. Endlos lange Diskussion. Fazit: Sie sollen eine neue PIN bekommen (wovon in den Schreiben der beiden Karten NICHTS stand). Würde ich die morgen nicht erhalten, sollte ich mich noch mal melden. Klar, jeder Anruf bringt Geld.
Welche von den beiden Karten nun gültig ist, konnte mir die gute Dame auch nicht sagen.
Aber da war ja noch das Problem mit den mobileTANS. Da fehlte ja noch der Bestätigungscode. Och, den solle ich noch mal neu anfordern. Das ich derweil keinerlei Transaktionen tätigen kann, weil ja das PIN/TAN auch gleich gesperrt wurde, das spielte keine Rolle. Das könnte ich ja in einer Filiale abwickeln. Klar!
Angeblich soll ich morgen, also Samstag alle erforderlichen Daten haben. Ich glaube nicht daran und sehe mich schon wieder mit Kontoauszug, Perso und EC-Karte eine Postbank-Filiale suchen, um an Geld zu kommen.
Für mich bedeutet das nur eines: Eine neue Bank suchen. Wieder zig Unternehmen anschreiben. Vor allem, bis das mein Laden auf die Reihe bekommt, dass ich ein neues Gehaltskonto habe. Eigentlich habe ich da echt keinen Nerv drauf.
Wegen 76 Cent… Danke Schwarz-Gelb-Rot
Heute Morgen im Büro. Post vom „Dienstleistungszentrum“ Ich möge doch bitte mal wieder nachweisen, dass ich Unterhalt zahle. Und ach ja, derweil ist der Zuschlag für Verheiratete (bzw. Geschiedene, die Unterhaltspflichtig sind) um 76 Cent gestiegen. Damit wäre eben genau mein zu zahlender Unterhalt genau 76 Cent unter dem zu zahlenden Zuschlages. Und deswegen würde ich diesen dann vorsorglich ab dem 01.06.2011 nicht mehr erhalten.
Fein. Drei Arbeitstage vor Ende des Monats werde ich angeschrieben, um ggf. zu beweisen, dass ich einen höheren Unterhalt zahle, was ich tue, um den Zuschlag zu erhalten. Das es vielleicht etwas dauert, entsprechende Unterlagen zu sammeln um sie auf dem Postweg (das ist der einzig zugelassene) zu geben, wird nicht mit eingerechnet. Das das nun fehlende Geld schmerzlich fehlt, spielt keine Rolle.
Als geschiedener Mann bist du in Deutschland echt derbe gefickt. Nicht nur, dass man unterhaltspflichtig wird (dagegen wehre ich mich nicht), nein, man wird auch gleich wieder in Steuerklasse 1 gestellt, wobei die Kosten letztendlich die gleichen bleiben, als wäre man verheiratet. Wenn die Kosten nicht sogar noch höher sind.
Wegen verschissener 76 Cent habe ich am Ende des Monats das zigfache weniger auf dem Konto. Danke Schwarz-Rot-Gelb. Geht sterben.
Ja, ich weiß, Hartzern geht es noch schlechter. Und ich jammer auf hohem Niveau. Aber trotzdem fehlt mir diese dreistellige Summe am Ende des Monats. Das sind zwei Tankfüllungen. Also in Etwa, nicht ganz. Also das, was ich jeden Monat verbrauche. Fehlt das Geld also an anderer Stelle. Das tut weh. Manchmal, nein, oft, verstehe ich deutsche Rechtsprechung nicht.
Support: Textbausteine! Passt nicht zur Frage? Egal!
Habe heute ja mal meinen neuen (alten) DSL-Provider angemailt, wann ich denn nach anderthalb Monaten mit der endgültigen Schaltung meines DSL-Anschlusses rechnen könne. Eine simple Frage, die eigentlich jeder verstehen sollte. Vor allem, weil ich ja schon vorab den Twitter-Account des Providers angetriggert habe.
Und ja, der Manager für Kundenzufriedenheit hat mir dann auch geantwortet.
Ich möge doch bitte den Zugriff auf den DSL-Router gestatten. Öhm, ja. Hallo? Liest da jemand meine Mail? Oder wird da im pawlowschen Reflex eine Antwort aus Textbausteinen zusammen geklickt?
Wenn der Anschluß nicht geschaltet ist, werde ich wohl kaum über einen DSL-Router verfügen. Geschweige über Zugangsdaten.
Wieder einmal habe ich auf eine simple Anfrage eine aus Textbausteinen zusammengebastelte Antwort bekommen, die sich so rein gar nicht auf die ursprüngliche Frage bezog.
Und, logisch: Auf meine entsprechend ausfallende Antwort steht die Antwort weiterhin aus.
Leiter Kundenzufriedenheit, my ass. Anstatt so ein hässliches SmartPad wie sauer Brot anzubieten, sollte der werte Herr sich mal darum kümmern, dass die Mitarbeiter die Mails auch lesen und auf Fragen antworten. Und zwar zielgerichtet.
Familienfest der CDU Taunusstein – von wegen Familie
Heute war wieder Papa-Tochter-Tag. Dafür, dass die Lütte gestern ungefähr Dreiviertel des Deutschland-Spiels mit mir verschlafen hat (also, sie hat geschlafen), habe ich ihr versprochen, mit ihr heute auf das Familienfest der CDU zu gehen. Das alleine ist ja schon ein schweres Opfer. Aber immerhin gab es da Kinderschminken. Und Frau Wirbelwind lässt sich doch so gerne schminken.
Somit sind wir heute Vormittag in den Schloßhof des Weher Schloßes in Taunusstein. Viele Rentner jenseits von Gut und Böse, die sich an ihrem Bier festhielten. Vielleicht 20 Kinder und einige Jugendliche. Geboten wurde eine Trinkbude, eine Freßbude, Waffelstand, einen menschlichen Kickertisch und eben das Kinderschminken. Dieser lebendige Kickertisch wurde von den Jugendlichen genutzt, plus deren Väter.
Die Preise bei den Getränken waren okay. Ein 0,33 l Pils für 2,00 Euro zeigte aber auch die Richtung auf, in die das Ganze geht. Ein günstiges Besäufnis für die Erwachsenen. Wirkliches Entertainement wurde nicht geboten. Zumindest nicht für Familien. Die Kleinen wurden wirklich nur mit dem Kinderschminken abgespeist. Die Größeren durften kicken. Das Essen an sich war auch eher, nun ja, die Pommes zu lange im Fritten-Fett, die Thüringer war keine Thüringer und noch nicht mal richtig durch. Zweimal Pommes-Bratwurst schlugen dann mit 7 Euro zu den 3,50 für die Getränke ein kleines Loch in die knappe Kasse.
Frau Wirbelwind war auch schnell gelangweilt. Es passierte ja nichts. Keine Unterhaltung für sie. Und sie bestand, zu meiner Freude, auch auf einen schnellen Aufbruch. Sie war soweit zufrieden, dass sie geschminkt wurde und herrlich ungesunde Pommes, Bratwurst, Mayo und Ketchup essen durfte.
Was ich aber noch schlimmer fand: Auf der offiziellen Seite der CDU Taunusstein fand sich kein Hinweis auf die Veranstaltung. Selbst eine Google-Suche fand keine Treffer. Insgesamt ist die Seite der CDU Taunusstein relativ inaktuell. Der vierte Eintrag unter Aktuelles betrifft das Christbaum-Schlagen im Dezember 2009. Bei den Terminen war diese Veranstaltung auch nicht verzeichnet. Leider konnte ich Sandro Zehner, einem Nachbarn nicht auf dieses krude Manko hinweisen, da er, durch aus zurecht, sich um das Wahlvolk kümmern musste. (ich war aufgrund meiner St. Pauli Kappe gleich ausgeschieden).
Für mich und Frau Wirbelwind eine ziemlich maue Veranstaltung. Ein wirkliches Familienfest war es nicht. Zuwenig für Familien wurde geboten. Eltern möchten ihre Kids, vor allem die Kleineren, gerne mal entertained wissen, während sie sich mal in Ruhe mit Freunden und Bekannten unterhalten wollen. Da sich die Lütten aber derbe langweilten, kam man nicht dazu.
Mir ist klar, dass solche Veranstaltungen nichts anderes als Wahlwerbung sind, zumal Taunusstein eh eine CDU-regierte Stadt ist. Aber ein wenig mehr Engagement hätte ich doch erwartet.
Da wundert mich dann auch die Familienpolitik der CDU nicht mehr. Hauptsache, die Alten können saufen.
Internet über Kabel? Heute aber nicht…
Heute sollte ich meinen neuen Internet-Anschluss von Unitymedia bekommen. Wie gesagt: Sollte! Denn in meiner Wohnung kommt gar kein Signal an. Lange Fehlersuche und Kabelverfolgung (welches vom Haupthaus freiliegend in meine Wohung führt) ergab dann die Fehlerdiagnose: Kabel kaputt. Denn vom Hauptanschluss im Haupthaus kommt ein ordentliches Signal. Dann wird das Kabel mittels Steckverbindung verlängert und läuft dann draußen bis an meinen Verteiler. Und genau das Kabel ist kaputt.
War also nichts mit Internet über Kabel und mit 20.000 kbit/s surfen. Das bedeutet wieder mal eine Mail an die Vermieterin und um Abhilfe bitten. Bleibt zu hoffen, dass diese sich zum Austausch des Kabels bereit erklärt. Unitymedia zieht das Kabel nicht, da sie nur bis zum Anschluss im Haus verantwortlich seien. Alles im Haus sei Sache des Vermieters.
Ich könnte mich ja ein wenig ärgern.
Datenpanne bei 1&1? Wie ist das mit Datenschutz und Co.?
Ich habe ja schon viel erlebt mit 1&1. Aber das, was diese Woche passiert ist, schlägt dem Fass den Boden aus.
Von Anfang an:
Der Hamburger Part des Clans hat auch 1&1 und zieht in Kürze nach Bad Segeberg um. So weit, so gut. Nun zeigt die Erfahrung, dass man einen Umzug mit DSL-Anschluß rechtzeitig bei seinem Anbieter anmelden sollte, will man nicht Wochen ohne Internet verbringen. Das haben die beiden dann auch getan. Wohlgemerkt, der weibliche Teil.
Eine ordentliche Mail, von den gemeinsam genutzten Mail-Pool einer der besten Freundin und mir gehörenden Domain, die über unseren DSL-Vertrag bei 1&1 mit dabei ist. Dieser Aspekt wird später noch wichtig. Besagte Mail enthält Vertragsnummer und Kundennummer des Hamburger Accounts. Dazu (Nach)Name, Adresse, neue Adresse und Wunschtermin. Sowie eine Telefonnummer zwecks Rückfragen. Der Umzug soll im Mai stattfinden. Das wird gleich auch noch wichtig.
Nun bekam die beste Freundin gestern eine Mail von 1&1 in dem man sich für den Umzugsauftrag bedankt. Wohlgemerkt für unseren Account. Sie und ich beide so „WTF?“
Da bestätigt man uns also den Auftrag und dass man uns, Achtung, am 03.02.10 an den neuen Anschluss klemmen wird. Komplett. Moment, zurück auf Anfang. Der Hamburger Account läuft unter einer komplett anderen Vertrags- und Kundennummer. Und immerhin hat da eine FRAU <eindeutiger Mädchenname> Senkpiel geschrieben. Nicht HERR OLAF Senkpiel mit noch ganz anderen Vertragsdaten. Und einer komplett anderen Adresse. Wie kann so etwas passieren 1&1? Haben wir hier das mit dem Datenschutz und so nicht so richig verstanden?
Dann eine zweite Mail in der der Umzugstermin dann auf den tatsächlich gewünschten gesetzt wird. Da wird sich also jemand die Mail doch noch einmal durchgelesen haben. Das ihm die unterschiedlichen Vertragsdaten dabei nicht aufgefallen sind, macht mich schon wieder stutzig. Und die komplett anderen Kontaktdaten. Und der andere Vorname.
Kurze Zeit später noch eine Mail, in der man die Änderung der Kontaktdaten bestätigt. Witzigerweise aber nur die Telefonnummer. Nicht die Adresse. Es muss also wirklich jemand die Mail richtig gelesen haben. Nur dass die Änderung der Kontaktdaten nicht geändert werden sollten. Das hatten die Hamburger deutlich geschrieben. Und wieso ändert der Fred dann auch nur die Telefonnummer? Nicht aber Anschrift und Mail-Adresse. Und wieso stolpert der Fred nicht über die unterschiedlichen Accountdaten (Vertrags- und Kundennummer)?
Ein Anruf beim Support ergab nur: Ja die Leute vom Umzug sind nur bis 21:00 da. Da kann ich jetzt nichts machen. Müssen sie morgen wieder anrufen. Ja, nee, ist klar. Wie denn, wenn bis dahin der Anschluss schon gekappt ist?
Beste Freundin hat dann natürlich gleich an Herrn Marcell D’Avis geschrieben, wie denn so etwas sein könne. Alles ordentlich geschildert. Und aus dem Control-Center auch noch eine an den allgemeinen Support.
1&1-typisch gibt es eine Textbaustein-Mail zurück, die so überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun hat.
Immerhin hat dann der Herr D’Avis oder einer seiner Lakaien geantwortet, dass man ihnen doch bitte drei bis vier Tage Zeit geben sollte zu antworten. Hey, D’Avis, ich denke ihr kümmert euch persönlich drum? Ach so, ja, Werbung. Da kann man viel behaupten.
Das ist jetzt also der Sachstand.
Jetzt frage ich mich: Wie kann es passieren, dass 1&1 für einen völig anderen Account den Umzug plant? Die Hamburger haben zufällig denselben Nachnamen wie wir und nutzen eine Mail-Adresse aus unserer Domain (die zufällig bei 1&1 hosted). Mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht! Bei uns im Vertrag ist sogar eine andere Mail-Adresse, die nicht mal zur Domain gehört.
Hat 1&1 da ein kleines Datenschutz-Problem? Werden Kündigungen oder Umzüge nach Namen ausgeführt, ohne dabei auf die Vertragsdaten zu achten?
Die einzige Gemeinsamkeit ist und bleibt der Nachname. Alles andere unterscheidet sich.
1&1 schweigt immer noch. Aber immerhin ist der Anschluss noch vorhanden.
Dafür wurde die Anfrage, die die beste Freundin über unser Controlcenter gestellt hat, bereits geschlossen und in die virtuelle Ablage rund verfrachtet.
Der Versuch, an die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragen bei 1&1 zu kommen, stellt sich, laut bester Freundin als quasi unmöglich heraus. Wir werden mit der Sache wohl mal unsere Verbraucherschutzzentrale befragen.
Das ist der ganz große letzte Fehler, den sich 1&1 bei uns geleistet hat.
Mir macht das ein wenig Sorgen, wie da mit den Daten umgegangen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die einzigen sind, denen so etwas passiert. Ich möchte nicht wissen, was da sonst noch schiefläuft.
Im Zweifel fahre ich Samstag nach Montabaur und zerre Marcel D’Avis persönlich vor die Kamera, damit er ein Statement dazu abgeben kann, wie so eine gravierende Datenpanne passieren konnte.
[UPDATE 04.02.10 - 22:05]
1&1 hat die Kontaktdatenänderung, die die Hamburger ja nicht haben wollten, nun auch für unsere Domain an die DENIC geschickt. Super, und die Adressänderung erfolgt dann nach umklemmen des Anschlusses. Der übrigens gerade in Arbeit ist, wie unser Control-Center uns gerade anzeigt. D.h. die beste Freundin ist in Bälde nur noch mobil erreichbar. Da sie den DSL-Anschluss auch zum Teil beruflich (Softwaretesterin für eine dänische Firma) nutzt, kommt damit auch ein Verdienstausfall und Zusatzkosten wegen Wegfall der Telefonflatrate hinzu. Ob 1&1 ihr die Kosten erstattet? Defects per Mobiltelefon nach Dänemark melden, wird ziemlich teuer.
1&1 meldet falsche Kontaktdaten an die Denic. Frage ist, was hat das ggf. für Folgen für den Domaininhaber, also mich?
Was ist die FSK-Einstufung wert?
Gestern war Familientag. Die gesamte Familie im Kino. Die Lütte hatte sich „Niko – ein Rentier hebt ab“ ausgesucht. Ein familientauglicher Animationsfilm. Die Trailer versprachen gute Unterhaltung und der Film ist FSK 0 (Link zum Freigabe-Dokument als PDF). Immerhin ist die Kleine erst 4 Jahre alt. Gut, fast 5. Aber egal. Und auch aus der Filmbeschreibung ergab sich nichts, was uns kritisch aufhorchen ließ. Lapidar heißt es dort:
Und als ein Rudel heimtückischer Wölfe sich an seine Fersen heftet, gerät er auch noch in Lebensgefahr.
Und genau da liegt das Problem. Die Wölfe nehmen durchaus eine Hauptrolle in dem gut gemachten Film ein. Und natürlich sind diese blutrünstig und bösartig. Schließlich wollen sie den Weihnachtsmann und seine fliegende Truppe fressen und deren Aufgabe übernehmen. Mit dem Unterschied, dass sie keine Geschenke verteilen wollen, sondern die kleinen Kinder dann fressen.
Alleine dieser Gedanke mag für kleine Kinder mit zartem Gemüt verstörend sein. Schlimmer fanden wir allerdings die Wölfe an sich. Diese waren, bis auf die übliche Witzfigur, durchaus bösartig gezeichnet. Insbesondere das Alphatier war tiefschwarz mit glühenden Augen.
Soweit, so schlecht. Unsere Kleine hatte tatsächlich auch eine Heidenangst vor den Wölfen. Schlußendlich hat sie sich bei ihrer Mama im Arm verkrochen und erst als die Wölfe besiegt waren, kam sie wieder zum Vorschein.
Nun hat die FSK diesen Film ohne Altersbeschränkung freigegeben. Nach diesem Film fragten wir uns wieso, denn die FSK diesen Film tatsächlich ohne Altersbeschränkung freigegeben hat. Liest man sich mal die Erklärung zu den Einstufungen durch, so heißt es dort bei „Freigegeben ohne Altersbeschränkung“:
Kleinkinder erleben filmische Darstellungen unmittelbar und spontan. Ihre Wahrnehmung ist vorwiegend episodisch ausgerichtet, kognitive und strukturierende Fähigkeiten sind noch kaum ausgebildet. Schon dunkle Szenarien, schnelle Schnittfolgen oder eine laute und bedrohliche Geräuschkulisse können Ängste mobilisieren oder zu Irritationen führen. Kinder bis zum Alter von 6 Jahren identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt. Gewaltaktionen, aber auch Verfolgungen oder Beziehungskonflikte lösen Ängste aus, die nicht selbständig und alleine abgebaut werden können. Eine schnelle und positive Auflösung problematischer Situationen ist daher sehr wichtig.
Hmm, ja. Das lässt mich erst einmal ratlos zurück. Ich würde nach dieser Beschreibung dem Film erst ab 6 Jahren freigeben. Zumindest nach der Definition der FSK:
Ab 6 Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit zu kognitiver Verarbeitung von Sinneseindrücken. Allerdings sind bei den 6- bis 11-jährigen beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung zu berücksichtigen. Etwa mit dem 9. Lebensjahr beginnen Kinder, fiktionale und reale Geschichten unterscheiden zu können. Eine distanzierende Wahrnehmung wird damit möglich. Bei jüngeren Kindern steht hingegen noch immer die emotionale, episodische Impression im Vordergrund. Ein 6-jähriges Kind taucht noch ganz in die Filmhandlung ein, leidet und fürchtet mit den Identifikationsfiguren. Spannungs- und Bedrohungsmomente können zwar schon verkraftet werden, dürfen aber weder zu lang anhalten noch zu nachhaltig wirken. Eine positive Auflösung von Konfliktsituationen ist auch hier maßgebend.
So, vielleicht denken wir da etwas zu konservativ. Aber wir bleiben dabei, der Film ist aus unserer Sicht erst ab 6 Jahren tauglich. Insbesondere, wenn die Kleinen die Geschichte, die erzählt wird, sehr intensiv miterleben. Eben genau so, wie die FSK es ja beschreibt.
Für uns bedeutet dies jedenfalls für die Zukunft, dass wir den FSK-Freigaben nicht mehr trauen werden und uns vorab noch mehr über den ausgesuchten Film informieren werden. Unsere Kleine hat nach dem Film gesagt, wenn sie gewusst hätte, dass dort so viele Wölfe vorkommen, hätte sie ihn auch nicht sehen wollen. Sie hatte wirklich Angst. Auch deshalb habe ich mich zu diesem Blogbeitrag hinreissen lassen. Ähnliche Gedanken hatte ich auch schon bei einigen FSK-Freigaben für Harry-Potter gedacht. Hier also wieder ein Paradebeispiel für, aus meiner Sicht, unsinnige FSK-Freigaben. Man könnte fast vermuten, die Film-Industrie spendiert der FSK regelmäßig neue Home-Video-Hardware um bestimmte Entscheidungen postiv zu beeinflussen. Immerhin ist die Zielgruppe, insbesondere vor Weihnachten, ohne Altersfreigabe größer als wenn man den Film ab 6 freigegeben hätte.
Und als Schlußsatz formuliere ich mal ganz abmahnfrei:
FSK, ihr könnt mich mal gern haben!
Pauli vs. Rostock 02.11.09 – meine Gedanken
Dank Zattoo konnte ich gestern das Spiel Pauli gegen Rostock auch live verfolgen. Nachdem sich QuickTime beim Snow Leopard ja so zickig anstellt, was Streams mit WMV betrifft, für mich die letzte Lösung.
Die erste Halbzeit war ja durchaus recht mau, auch wenn ich dann und wann nach Beruhigungstabletten gesucht habe. In der zweiten Halbzeit gab mein Lieblingsverein dann endlich Gas. In der 77. Minute das 0:1 für Pauli. Lehmann knallt das Leder ins Tor von Rostock. Geile Sache. Ich hab’ gefeiert.
Weniger gefeiert habe ich allerdings, als irgendwelche Vollpfosten aus dem Pauli-Block Bengalische Feuer gezündet haben. Und Böller geworfen haben. Hallo? Seid Ihr noch ganz knusper? Ich meine, Ihr stellt Euch damit genau auf die gleiche Stufe wie die, die Ihr so verteufelt. Klar, die Schlachtgesänge von Rostock waren nicht toll und die Anspielung auf Mini daneben. Aber hey, sorry, auch wenn der Rieger ein Nazi-Arsch war, das Banner „Follow your Leader, do it like Rieger“ ist auch ein wenig geschmacksbefreit. Ich mag böse Sprüche, und der ist böse, und ja, auch gut. Trotzdem finde ich ihn daneben. Zurück zu den Feuerwerklern. Habt Ihr eigentlich einen Arsch offen? Genau damit spielt Ihr natürlich den Rostockern einen Ball zu, nämlich den, dass Paulianer gewaltbereite Fans sind. Hallo? Pauli? Gewaltbereit? Der friedfertigste Verein, den ich kenne? Was soll der Scheiss? Der Verein distanziert sich auch öffentlich von diesen Krawallmachern.
Ja, und auch die Aktion von Deniz Naki fand ich daneben. Ey, klar, das ist Scheiß-Rostock, aber das symbolisierte Kehle durchschneiden? Schlagt mich, aber die Aktion hat zu Recht Konsequenzen für Naki. Wenigstens hat er seinen Fehler eingesehen.
Das Problem: In der Presse bleibt der Eindruck eines Randale-Spieles.
Was gut tut: Bei Twitter sind bei den Pauli-Fans die Reaktionen ähnlich. Die Randalemacher sind Vollidioten und nicht unser Verein. Und eines möchte ich auch gleich klar stellen. Auch wenn Hansa Rostock ein Nazi-Problem hat, nicht alle Fans sind Nazis, sondern ganz normale Menschen. Genau wie nicht alle Pauli-Fans randalierende Vollidioten sind. Das sollten wir nie vergessen. Bei aller Rivalität. Fußball ist ein Sport, bei dem es fair zugehen sollte. Und wir Paulianer sollten nicht alle Rostocker verdammen. Gleichzeitig wünsche ich mir von den (vernünftigen) Rostock-Fans, dass sie genau so denken.
Und ja, ich freu’ mir den Arsch ab, dass wir die Kogge versenkt haben.
Dies ist ein Blog-Eintrag vollkommen aus dem Bauch heraus geschrieben. Nicht redigiert und Korrektur gelesen.
