Wo liegt noch mal Litauen?
Heute habe ich mit der Lütten mal wieder gepuzzlet. Sie hat ein Atlas-Puzzlebuch, in dem die verschiedenen Kontinente zusammenzupuzzlen sind. Klingt einfach. Ist es aber erstaunlicher Weise gar nicht. Ich denke, ich kann die bekanntesten Staaten der Welt halbwegs zielgenau auf einer Karte einsortieren. Wenn man aber teilweise nur die Hauptstädte hat, wird es schon schwieriger. Sicher, man kann sich anhand der Bildausschnitte orientieren, aber wenn man noch nichts hat, was in die Gegend passt, kommt man schon mal ins Schleudern! Litauen einfach mal so auf eine weiße Fläche zielgenau einsortieren, ist gar nicht so einfach, wenn man nicht mal die kompletten Umrisse des Kontinents hat.
Ich habe schon bei Europa teilweise etwas dumm geguckt, wo welcher (ost)europäischer Staat liegt, bei Afrika oder Südamerika wird es dann noch peinlicher. Sierra Leone? Im Osten Afrikas. Das wusste ich noch. Aber wo da? Himmel hilf, ich war in Geografie und Geschichte immer recht gut. Aber das war wohl mal.
So gesehen war es ein erfolgreiches Puzzlen mit der Lütten. Ich werde mich mal wieder mehr mit Allgemeinbildung auseinandersetzen. Zumal die Süße nächstes Jahr in die Schule kommt. Papa fängt schon mal an zu Lernen. Oder wie war das noch mal mit dem Dreisatz? (Okay, in Mathe war ich schon immer schlecht… Fächer in denen man Ergebnisse nicht diskutieren/in Frage stellen kann, waren mir schon immer suspekt).
Wie war das mit Dr. Kawashima? Da müssen die grauen Zellen mal wieder in Schwung gebracht werden.
Sade „Soldier of love“ – nach 10 Jahren wieder Gänsehaut
Nach nunmehr 10 Jahren Stille beglückt Sade ihre Fans wieder mit einem neuen, wenn auch kleinem Album. Sade ist wieder da. Ich habe Sade schon als Jugendlicher gemocht, trotz meiner Rap-Affinität. Damals war Sade der Inbegriff der Schönheit. Nicht nur vom Aussehen her, auch diese Gänsehautstimme.
Was mir auch immer gefiel, war dieser ruhige, relaxte Sound, der aber immer noch einen versteckten Groove hatte. Musik zum Träumen, zum Kuscheln, aber auch als Bar-Musik oder zum Dinner im Background. Sade geht immer.
Mit Soldier of Love meldet sich Sade zurück. Hat sich was geändert? Ja! Und Nein! Der Opener „The Moon and the Sky“ kommt bereits im gewohnten Sade-Sound daher.
Der Titelsong „Soldier of Love” ist dann aber für Sade-Verhältnisse Brachialsound. Dicke Bässe, Schrammelgitarre, mehr gerappt als gesungen. Aber überraschend gut. Das passt. Der erste Gedanke war „Sade ist erwachsen geworden!“ Wobei das natürlich Blödsinn ist. Musikalisch erwachsen war sie schon lange. Sades Stimme schmiegt sich um den Sound wie Seide. „Soldier of Love“ ist nicht der einzige Ausreißer auf dem Album.
„Morning BIrd“ beginnt klassisch. Geige, Klavier, alles sehr getragen. Zeit wieder runterzukommen. Kaum beginnt Sade zu singen, hat man Gänsehaut. Ein wundervoller Song.
„Baby Father“ kommt relativ eingängig daher. Leicht poppig. Sehr presente Percussions. Fast zu synthetisch. Dafür entschödigt dann „Long Hard Road“. Wieder ein typischer Sade-Sound. Gitarre, Drums, die dezent in den Ohren wummern aber dabei nicht aufdringlich sind.
“Be that easy“ macht seinen Namen alle Ehre. Plätscher musikalisch luftig leicht vor sich hin. Sades Samtstimme will da nicht so richtig zu passen. Ein schönes Lied, das ich mehrfach hören muss um damit warm zu werden.
“Bring me home“ ist Up-Tempo. Dann beginnt Sade zu singen. Und alles fließt. Das ist Sade wie ich sie kenne. Es passt zusammen. Die Stimme, der Sound.
„In Another Time“ hat endlich wieder dieses Bar-Jazz-Soul-Arrangement, in das sich Sades Gesang nahtlos einfügt.
„Skin“ reißt einen unsanft mit HipHop-Beats aus den Träumereien. Es ist ein ruhiger Song, trotz allem. Dennoch, man muss sich in den Song einfinden. Faszinierend, wie der Gesang, die Stimme von Sade einem Sound-Arrangement etwas Ruhe und Sanftheit geben kann.
„The Safest Place“ wird noch einmal ruhig, Ein schönes ruhiges Lied, einfach das was Sade am besten kann.
Nach 41:43 ist das Album dann auch schon wieder zu Ende. Leider möchte man sagen. Sade meldet sich angemessen zurück. Mit einem etwas neuen Stil. Vielleicht hat man sich einfach den aktuellen Sonds/Stilen angenommen um nicht altbacken zu klingen. „Soldier of Love“ ist ein durchwachsenes Album. Kein Title ist wirklich schlecht. Einige Songs muss man häufiger hören, bis sie sich einem öffnen. Aber alleine diese Stimme. Gänsehaut pur. Fans werden sich das Album mit Sicherheit kaufen. Für alle anderen wird es ein schwieriges Album werden. Sade ist anders. Sie macht keinen Mainstream, sie war es nie und wird es auch nie sein. Zum Glück. Dennoch macht Sade einen supergenialen Sound. Alles sehr jazzig-soulig. Jetzt mit etwas moderneren Zutaten, aber immer noch Sade. Musik für einen verregneten Sonntag im Bett, als Hintergrundmusik bei einer Vernisage oder gemütlich mit Kopfhörer auf dem Sofa. Hoffentlich dauert das nächste Album nicht wieder 10 Jahre.
Buchempfehlung: Level 26 Dark Origins
Dank der liebenswerten Frau Jeky bin ich zu einem Lesegenuß der besonderen Art gekommen. Level 26: Dark Origins. Geschrieben von Anthony E. Zuiker, Erfinder und Produzent von der Fernsehserie CSI. Kurz zur Story, bevor ich zur Besonderheit dieses Buches komme. Die Strafverfolgungsbehörden kategorisieren Mörder in verschiedene Level. Von Level 1 bis hin zu Schlächtern des Levels 25. In diesem Buch treibt aber ein Mörder sein Unwesen, für den ein neues Level eingeführt wurde. Level 26. Seine Opfer: Jeder! Seine Methode: Alles was ihm geeignet erscheint. Steve Dark, der Protagonist dieses Buches hatte den Mörder schon einmal fast erwischt. Sein Opfer: Seine (Pflege)Eltern. Jetzt lebt er zurückgezogen mit seiner Frau. Aber Sqweegel ist ihm wieder zu nahe gekommen. Und eine spannende Jagd beginnt.
Klingt ja alles erst einmal mehr oder weniger spannend. Was dieses Buch aber ausmacht, ist die Einbindung des Internet. Circa alle 20 Seiten wird der Leser aufgefordert, sich bei Level26 einzuloggen (kostenlose Registrierung notwendig). Mit einem bestimmten Passwort kann man sich dann ein Video ansehen, welches die einzelnen Abschnitte/Kapitel im Buch verbindet. Und ja, man muss sich diese Videos ansehen, um das Buch besser lesen zu können. Übrigens wurden für diese Videos professionelle Schauspieler eingesetzt. Die Qualität ist entsprechend gut. Hier kann man auch die Perversion und den Wahnsinn von Sqweegel erahnen. Eine absolut kranke Type. Das wird auch im Buch deutlich. Hannibal Lector ist dagegen ein Waisenknabe.
Gerade durch diese Videosequenzen bekommt man ein absolut neues Lese-Erlebnis. Ich habe dieses Buch an einem Samstag komplett durch gelesen. Und es hat immerhin 426 Seiten. Aber dieses Buch hat mich so dermaßen gefesselt, dass ich es nicht beseite legen konnte.
Jedem, der spannende Thriller mag, sei dieses Buch empfohlen. Jeder, der ein neues Lese-Erlebnis sucht, sollte sich dieses Buch holen. Es ist spannend, es ist anders, es ist erschreckend. Und es bietet Stoff für eine Verfilmung. Diese Kombination aus visuellen Reizen und der eigenen (mehr oder weniger kranken) Phantasie macht dieses Buch absolut einzigartig. Sollte Anthony E. Zuiker wieder einen Thriller schreiben, der das Web so mit einbindet, werde ich mir das Werk kaufen. Blind!
Meinen Dank noch einmal an @Jeky für dieses absolut krankhaft geniale Buch.
Internet über Kabel? Heute aber nicht…
Heute sollte ich meinen neuen Internet-Anschluss von Unitymedia bekommen. Wie gesagt: Sollte! Denn in meiner Wohnung kommt gar kein Signal an. Lange Fehlersuche und Kabelverfolgung (welches vom Haupthaus freiliegend in meine Wohung führt) ergab dann die Fehlerdiagnose: Kabel kaputt. Denn vom Hauptanschluss im Haupthaus kommt ein ordentliches Signal. Dann wird das Kabel mittels Steckverbindung verlängert und läuft dann draußen bis an meinen Verteiler. Und genau das Kabel ist kaputt.
War also nichts mit Internet über Kabel und mit 20.000 kbit/s surfen. Das bedeutet wieder mal eine Mail an die Vermieterin und um Abhilfe bitten. Bleibt zu hoffen, dass diese sich zum Austausch des Kabels bereit erklärt. Unitymedia zieht das Kabel nicht, da sie nur bis zum Anschluss im Haus verantwortlich seien. Alles im Haus sei Sache des Vermieters.
Ich könnte mich ja ein wenig ärgern.
Datenpanne bei 1&1! Die Fortsetzung…
Um in der weiteren Kommunikation mit 1&1 auf der halbwegs sicheren Seite zu sein, haben wir heute viel telefoniert. Über die Bundesnetzagentur wurden wir an den Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz verwiesen. Dieser ist aber nicht zuständig, denn sobald der Bereich Telekommunikation betroffen ist, ist der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, kurz BfDI, zuständig. Dort habe ich mit einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter telefoniert. Der wertete den Vorfall sofort als einen Verstoß gegen den Datenschutz. So etwas dürfe einfach nicht passieren. Egal ob der Umzug per Hand durch einen Mitarbeiter durchgeführt wurde, oder automatisiert über ein Ticketsystem oder ähnlichem. Besonders schlimm wertete der Mitarbeiter, dass uns die Adresse mitgeteilt wurde und die Telefonnummer bei uns in die Kontaktdaten eingetragen und an die Denic übermittelt wurde. Dies sei eine widerrechtliche Verwendung von Daten.
Der BfDI bat mich, den Vorgang an sie zu steuern, sollte 1&1 nicht bis Anfang nächster Woche zu den Vorkommnissen Stellung beziehen. Wir werden also erst einmal abwarten, ob 1&1 zu dem Datenschutzverstoß Stellung beziehen wird.
Datenpanne bei 1&1? Wie ist das mit Datenschutz und Co.?
Ich habe ja schon viel erlebt mit 1&1. Aber das, was diese Woche passiert ist, schlägt dem Fass den Boden aus.
Von Anfang an:
Der Hamburger Part des Clans hat auch 1&1 und zieht in Kürze nach Bad Segeberg um. So weit, so gut. Nun zeigt die Erfahrung, dass man einen Umzug mit DSL-Anschluß rechtzeitig bei seinem Anbieter anmelden sollte, will man nicht Wochen ohne Internet verbringen. Das haben die beiden dann auch getan. Wohlgemerkt, der weibliche Teil.
Eine ordentliche Mail, von den gemeinsam genutzten Mail-Pool einer der besten Freundin und mir gehörenden Domain, die über unseren DSL-Vertrag bei 1&1 mit dabei ist. Dieser Aspekt wird später noch wichtig. Besagte Mail enthält Vertragsnummer und Kundennummer des Hamburger Accounts. Dazu (Nach)Name, Adresse, neue Adresse und Wunschtermin. Sowie eine Telefonnummer zwecks Rückfragen. Der Umzug soll im Mai stattfinden. Das wird gleich auch noch wichtig.
Nun bekam die beste Freundin gestern eine Mail von 1&1 in dem man sich für den Umzugsauftrag bedankt. Wohlgemerkt für unseren Account. Sie und ich beide so „WTF?“
Da bestätigt man uns also den Auftrag und dass man uns, Achtung, am 03.02.10 an den neuen Anschluss klemmen wird. Komplett. Moment, zurück auf Anfang. Der Hamburger Account läuft unter einer komplett anderen Vertrags- und Kundennummer. Und immerhin hat da eine FRAU <eindeutiger Mädchenname> Senkpiel geschrieben. Nicht HERR OLAF Senkpiel mit noch ganz anderen Vertragsdaten. Und einer komplett anderen Adresse. Wie kann so etwas passieren 1&1? Haben wir hier das mit dem Datenschutz und so nicht so richig verstanden?
Dann eine zweite Mail in der der Umzugstermin dann auf den tatsächlich gewünschten gesetzt wird. Da wird sich also jemand die Mail doch noch einmal durchgelesen haben. Das ihm die unterschiedlichen Vertragsdaten dabei nicht aufgefallen sind, macht mich schon wieder stutzig. Und die komplett anderen Kontaktdaten. Und der andere Vorname.
Kurze Zeit später noch eine Mail, in der man die Änderung der Kontaktdaten bestätigt. Witzigerweise aber nur die Telefonnummer. Nicht die Adresse. Es muss also wirklich jemand die Mail richtig gelesen haben. Nur dass die Änderung der Kontaktdaten nicht geändert werden sollten. Das hatten die Hamburger deutlich geschrieben. Und wieso ändert der Fred dann auch nur die Telefonnummer? Nicht aber Anschrift und Mail-Adresse. Und wieso stolpert der Fred nicht über die unterschiedlichen Accountdaten (Vertrags- und Kundennummer)?
Ein Anruf beim Support ergab nur: Ja die Leute vom Umzug sind nur bis 21:00 da. Da kann ich jetzt nichts machen. Müssen sie morgen wieder anrufen. Ja, nee, ist klar. Wie denn, wenn bis dahin der Anschluss schon gekappt ist?
Beste Freundin hat dann natürlich gleich an Herrn Marcell D’Avis geschrieben, wie denn so etwas sein könne. Alles ordentlich geschildert. Und aus dem Control-Center auch noch eine an den allgemeinen Support.
1&1-typisch gibt es eine Textbaustein-Mail zurück, die so überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun hat.
Immerhin hat dann der Herr D’Avis oder einer seiner Lakaien geantwortet, dass man ihnen doch bitte drei bis vier Tage Zeit geben sollte zu antworten. Hey, D’Avis, ich denke ihr kümmert euch persönlich drum? Ach so, ja, Werbung. Da kann man viel behaupten.
Das ist jetzt also der Sachstand.
Jetzt frage ich mich: Wie kann es passieren, dass 1&1 für einen völig anderen Account den Umzug plant? Die Hamburger haben zufällig denselben Nachnamen wie wir und nutzen eine Mail-Adresse aus unserer Domain (die zufällig bei 1&1 hosted). Mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht! Bei uns im Vertrag ist sogar eine andere Mail-Adresse, die nicht mal zur Domain gehört.
Hat 1&1 da ein kleines Datenschutz-Problem? Werden Kündigungen oder Umzüge nach Namen ausgeführt, ohne dabei auf die Vertragsdaten zu achten?
Die einzige Gemeinsamkeit ist und bleibt der Nachname. Alles andere unterscheidet sich.
1&1 schweigt immer noch. Aber immerhin ist der Anschluss noch vorhanden.
Dafür wurde die Anfrage, die die beste Freundin über unser Controlcenter gestellt hat, bereits geschlossen und in die virtuelle Ablage rund verfrachtet.
Der Versuch, an die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragen bei 1&1 zu kommen, stellt sich, laut bester Freundin als quasi unmöglich heraus. Wir werden mit der Sache wohl mal unsere Verbraucherschutzzentrale befragen.
Das ist der ganz große letzte Fehler, den sich 1&1 bei uns geleistet hat.
Mir macht das ein wenig Sorgen, wie da mit den Daten umgegangen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die einzigen sind, denen so etwas passiert. Ich möchte nicht wissen, was da sonst noch schiefläuft.
Im Zweifel fahre ich Samstag nach Montabaur und zerre Marcel D’Avis persönlich vor die Kamera, damit er ein Statement dazu abgeben kann, wie so eine gravierende Datenpanne passieren konnte.
[UPDATE 04.02.10 - 22:05]
1&1 hat die Kontaktdatenänderung, die die Hamburger ja nicht haben wollten, nun auch für unsere Domain an die DENIC geschickt. Super, und die Adressänderung erfolgt dann nach umklemmen des Anschlusses. Der übrigens gerade in Arbeit ist, wie unser Control-Center uns gerade anzeigt. D.h. die beste Freundin ist in Bälde nur noch mobil erreichbar. Da sie den DSL-Anschluss auch zum Teil beruflich (Softwaretesterin für eine dänische Firma) nutzt, kommt damit auch ein Verdienstausfall und Zusatzkosten wegen Wegfall der Telefonflatrate hinzu. Ob 1&1 ihr die Kosten erstattet? Defects per Mobiltelefon nach Dänemark melden, wird ziemlich teuer.
1&1 meldet falsche Kontaktdaten an die Denic. Frage ist, was hat das ggf. für Folgen für den Domaininhaber, also mich?
